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Die Krise kommt erst: Laufen der Livekommunikation die Arbeitskräfte davon?

Die Live Kommunikationsbranche hat ein großes Problem: Ihr ist qualifiziertes Personal während Covid-19 in andere Branchen abgewandert. Wie kann so der Neustart gelingen?


by Urs Seiler | 14. Januar 2022


Der Aderlass ist dramatisch

Die Covid-Ära hat zu einem Aderlass an Fachpersonal in der Live Kommunikationsbranche geführt. Mitarbeitende sind in andere, konjunktursicherere Branchen mit weniger Schichtarbeit abgewandert.


Jetzt steht die Live Kommunikationsbranche vor der Herausforderung, wieder genügend Fachpersonal zu finden, wenn es mit Events mit dem Horizont März 2022 wieder los geht.


Der Tenor ist zwar zuversichtlich in der Community der Live Kommunikationsdienstleister, dass es im März 2022, so die Hoffnung, wieder auf Hochtouren weiter geht mit Live Events.


Aber das viel größere Problem ist, ob dann überhaupt noch genügend Personal zur Verfügung steht, um die erwartete Ballung von aufgeschobenen und neu lancierten Events überhaupt bewältigen zu können.


In der Gesprächsrunde Live Kommunikation von Eventdienstleistern, die jeden zweiten Donnerstag online stattfindet, ist man sich einig: die große Herausforderung der Eventdienstleister ist nicht mehr Covid-19, obwohl die Omikron-Variante natürlich alles andere als zur Beruhigung der Situation beiträgt.


Das ist die große Herausforderung, vor der die Eventdienstleister im Januar 2022 stehen.


Wie ist ihr beizukommen?


Der Tenor an der Roundtablediskussion war:«Wir kommen im Moment über die Runden, aber gewisse Schlüsselstellen lassen sich nicht kompensieren. Wir arbeiten bereits mit ausländischen Teams, aber die fehlen dann in ihrem Kerngebiet», sagt ein Teilnehmer.


Eine Agentur hatte zur Vermeidung von Personalengpässen schon vor Covid einen Pool an freien Mitarbeitenden gegründet. «Aber poolen wird in Zukunft schwierig, weil alle Eventdienstleister ihr Personal zum gleichen Zeitpunkt benötigen werden.»



«Ich sehe im Moment keine einfache Lösung für den Personalengpass» sagt ein Teilnehmer. «Es sieht danach aus, dass jener Dienstleister gewinnt, der eine Crew als Erster verpflichtet hat.»


Um den am Horizont drohenden Personalverlust auszugleichen, muss die Branche mehr Leute als bisher ausbilden.


Eine Reaktion auf drohende Personalengpässe, wenn auch eine langfristige, wird in Zukunft deshalb darin liegen, darin war man sich einig, mehr Personal in den Unternehmen auszubilden. «Man muss zeigen, wie vielseitig unser Beruf ist», sagt ein Teilnehmer.


Das ist wichtig und nachvollziehbar in einem Jahr, in dem die spektakuläre Expo Dubai noch bis am 31. März 2022, unter anderem mit dem erstklassigen Schweizer Stand, über die Bühne geht. (Bild unten).



Attraktive Live Kommunikationsbranche

Anders als hier und da gemutmaßt wird, werden Events und Messen durch Digitalität nicht verdrängt. Im Gegenteil: sie werden gestärkt und verlängert. Die Hybridität von analog und digital macht die Live Kommunikationsbranche, attraktiv für die Millennial-Generation mit ihrer natürlichen Affinität zu digitalen Medien.


Durch solche Entwicklungen hat sich Live Kommunikation in den letzten 30 Jahren zu einer hoch-professionellen Kommunikationsdisziplin entwickelt.


Die R.I.F.E.L-Studie gibt einen Ausblick: «Die Anforderungen an die Mitarbeiter haben sich gewandelt, nicht mehr die Erfahrungen aus der analogen Welt wie Teilnehmer-Management und Hotelbuchungen waren (Anmerkung: während Covid) mehr wichtig, sondern das Verständnis der digitalen Welt.


In Deutschland war die Technische Universität Chemnitz einer der allerersten Hochschulen, die Eventmarketing in ihren Lehrplan einführte.


In der Schweiz gehört das «DAS Live Communication» Diplom der Fachhochschule HWZ zu den anerkannten Diplomen.


Das «Certificate of Advanced Studies» zum Thema Event Management der Fachhochschule Graubünden gehört in der Schweiz ebenfalls zu den vielbesuchten Fachhochschulen.


Die Hochschule Luzern startet am 21. Januar 2022 ihr Programm «CAS Event-Management».


Die ESB Sponsoringbörse aus St. Gallen bildet seit 20 Jahren nebenberuflich Studierend in Eventmarketing und in Sponsoring aus.


Take Outs



Buchtipp: Tofu für Kannibalen. In 10 Schritten zu erfolgreichen Eventkonzepten. Matthias Kindler, Tobias Wannieck.



Branchenverband: Event Management Circle.



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