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Metav: «Kann man vor diesem Hintergrund Messen machen?»


Die stark verkleinerte Metav für Fertigungstechnik ist eine der ersten Industriemessen zum Re-Start der Messewirtschaft. Lieferkettenprobleme und der Ukrainekonflikt erschweren das Umfeld.


by Urs Seiler | 13. Mai 2022



Die Fertigungstechnikwirtschaft in Deutschland brummt wieder und das Vorcoronaniveau wurde bereits um zehn Prozent übertroffen. Die Auftragsbücher deutscher und europäischer Hersteller sind wieder prall gefüllt und verfehlten das Rekordniveau von 2018 nur knapp.



Kirstin Deutelmoser ist Direktorin für Business Development bei der Messe Düsseldorf. Sie sagte an der Pressekonferenz zur Metav, internationale Fachmesse für Fertigungstechnik (Bild oben: Messe Düsseldorf, Constanze Tillmann), am 12. Mai: «Ich habe das Gefühl, jetzt geht es (das Messegeschäft) wirklich los. Back to the Future – das ist das Gefühl, das wir alle im Moment haben.»


Aber Engpässe in den Lieferketten stellen Hersteller vor große Herausforderungen. Der russische Krieg in der Ukraine verschärft diese Situation. Eine Antwort darauf lautet die Rückverlagerung von Lieferketten ins regionale Umfeld. «Das Besucherproblem ist uns allen vor Augen», sagte Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken VDW an der Metav-Pressekonferenz vom 12. Mai.


«Es spricht alles für Messen»

Gemäß dem AUMA bleiben Messen unverzichtbar für das Marketing, 48 Prozent von in einer Umfrage befragten Unternehmen wollen auch weiterhin an Messen ausstellen und digitale Leistungen höchstens als Zusatz einsetzen. «Es spricht alles für Messen», sagte Kirstin Deutelmoser.


Die Wirtschaft trifft auf der Metav in Nordrhein-Westfalen auf die wirtschaftlich stärkste Industrieregionen in Europa und in eine Zeit der Aufhebung der Coronabeschränkungen und der Lockerungen von Einreisebestimmungen nach Deutschland.


Kehren die BesucherInnen auf die massiv kleinere Metav zurück?

Zur letzten, Internationale Fachmesse für Fertigungstechnik, kamen 27'000 FachbesucherInnen aus 24 Ländern.


Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer beim VDW, wies an der Pressekonferenz allerdings darauf hin, dass die Metav 2022 vom 21. bis 24. Juni 2022 deutlich kleiner ausfallen wird. Bisher sind 180 Aussteller angemeldet. Die letzte Metav im Jahr 2018 zog 562 Aussteller rund 27.000 Besucher an. Der bekannte Grund dafür sind die Absagen und Verschiebungen der vergangenen Jahre und reduzierte Messebudgets in den Unternehmen.


Trotzdem könnte die Metav so etwas wie ein Signal für die weitere Entwicklung der Messen im Jahr 2022 werden. «Der enge Austausch hat zwischen FachbesucherInnen und Ausstellern hat uns gefehlt. Wir glauben daran, dass Messen der Weg in die Zukunft sind», sagte er.


Markus Horn, Aussteller auf der Metav mit der Paul Horn GmbH sagte: «Endlich geht es wieder los.»



Die Schweiz als Schlüsselspieler

Die optimistischen Aussichten der Fertigungsindustrie in Europa stellen ein gutes Umfeld für die Metav im Juni 2022 dar. Die Schweiz gehört traditionsgemäß zu einem der stärksten Länder innerhalb der Fertigungstechnik.


Parallel zur Metav finden die Weltleitmessen Wire und Tube in der Messe Düsseldorf statt.






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