Roadmap der Maschinenbauindustrie: Win Eurasia ist das nächste Zentrum für den industriellen Wandel
- 8. Juni
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Die Maschinenbauindustrie stellt ihre Ziele für 2026 auf der WIN EURASIA vor. Auf der Messe werden Maschinenbau, Automatisierung, digitale Produktionstechnologien und integrierte Systemlösungen gemeinsam thematisiert, und der Wandel der Branche hin zu einer höherwertigen Produktion wird vielschichtig dargestellt.
von Hannover Fairs Italy/Urs Seiler || 9. Juni 2026 || Vertretung der Deutschen Messe AG für CH/LI || Messen der Deutschen Messe AG weltweit

Die von Hannover Fairs Turkey vom 10. bis 13. Juni 2026 im Istanbul Expo Center veranstaltete Fachmesse Win Eurasia ist einer der deutlichsten Indikatoren für den neuen Fahrplan der Maschinenbauindustrie, der von der Produktion bis zum Export reicht.
Während die türkische Maschinenbauindustrie 2025 einen Rekord bei den wertorientierten Exporten aufstellte, konzentriert sie sich 2026 wieder auf nachhaltiges Wachstum. Die Transformationsvision und die Ziele des Sektors werden auf der WIN EURASIA 2026 in allen Dimensionen vorgestellt.
Technologische Transformation zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, effizienzorientierte Produktion und nachhaltige Wachstumsstrategien bilden den Schwerpunkt der von Hannover Fairs Turkey organisierten Messe, die vom 10. bis 13. Juni 2026 im Istanbul Expo Center stattfindet.

Der Vorsitzende des malaysischen Zentralbankministeriums (MİB), Osman Fatih İğrek, bewertete das Jahr 2025 als eine komplexe, aber letztlich positive Periode, in der das Gleichgewicht von „hoher Inflation, niedrigem Wechselkurs, schwacher Auslandsnachfrage und starken Exportpreisen“ gleichzeitig zu beobachten sei.
İğrek erklärte, dass die Maschinenexporte, einschließlich der Exporte aus Freizonen, um 1,9 % auf 28,7 Milliarden US-Dollar gestiegen seien, und betonte, dass der Exportpreis pro Kilogramm trotz eines Rückgangs der Tonnage um 6,3 % einen historischen Höchststand von 8,1 US-Dollar erreicht habe. Mit Blick auf die Erwartungen für 2026 äußerte sich İğrek vorsichtig optimistisch und erklärte, dass man die Exportschwelle von 30 Milliarden US-Dollar anstreben, wieder auf einen Wachstumspfad in der Produktion zurückkehren und die Kapazitätsauslastung auf rund 70 % steigern wolle. Er hob außerdem hervor, dass man ein natürlicher Partner der WIN EURASIA sei und die Teilnahme an der Messe als strategische Investition betrachte.
Die Nachfrage in Europa ist schwach, die Türkei sticht positiv hervor.
Trotz des Rückgangs in Europa, ihrem Hauptmarkt, hob İğrek hervor, dass sich die Türkei im Exportbereich positiv positioniert habe: „Die Nachfrage in unserem Hauptmarkt Europa war schwach. In Deutschland verzeichnete der Maschinen- und Anlagenbau zum Jahresende 2025 einen Produktionsrückgang von rund 5 %; europaweit gingen die Maschinenaufträge 2023/24 zweistellig zurück. Trotzdem konnten wir in einigen Märkten deutliche Zuwächse erzielen. Unsere Maschinenexporte nach Deutschland stiegen um 6,8 % auf 3,2 Milliarden US-Dollar, während die Exporte in die USA um 9 % auf fast 2 Milliarden US-Dollar zunahmen. Neben Verlusten in einigen Märkten eröffneten sich auch neue Chancen. In Märkten wie Russland und Irak verzeichneten wir einen Umsatzrückgang von rund 770 Millionen US-Dollar, während unsere Exporte in Märkten mit Wiederaufbauprogrammen wie Syrien um 189 % auf rund 130 Millionen US-Dollar stiegen.“
Ein neues Paradigma im Maschinenbau: Automatisierung und Software
İğrek erklärte, dass sich türkische Maschinenbauer auf Automatisierung in zwei Bereichen konzentrieren: „Wir haben den Automatisierungsgrad unserer Maschinen und die Automatisierung der Produktionsprozesse in unseren Werken in den Fokus gerückt. Wir verzeichnen einen Anstieg von 17 % bei Turbinen, Turbojets und Hydrauliksystemen sowie von 14 % bei Lebensmittelmaschinen. All diese Maschinen weisen einen hohen Automatisierungsgrad auf. Darüber hinaus findet ein Wandel in den Produktionsanlagen statt. Anwendungen wie MES-basiertes Produktionsmanagement, Roboterzellen und der Einsatz von AGV/AMR-Systemen gewinnen zunehmend an Bedeutung.“ Mit Blick auf die zentrale Rolle des Themas Automatisierung auf der WIN EURASIA 2026 sagte İğrek: „Maschinen sind heute nicht mehr unabhängig von Automatisierung und Software zu betrachten. Kunden treffen Investitionsentscheidungen nicht nur für die Maschine selbst, sondern auch für deren Automatisierungsfähigkeit und Dateninfrastruktur.“
Die neue Sprache der Industrie wird bei WIN EURASIA geschrieben.
Sena Mengül, Leiterin der WIN EURASIA bei Hannover Fairs Turkey, betonte, dass das Motto der WIN EURASIA 2026 „Angetrieben von der Automatisierung“ lautet und erklärte, dass die Automatisierung heute zur grundlegenden Kraft geworden sei, die nicht nur Produktionsprozesse, sondern die Transformation des gesamten industriellen Ökosystems prägt.








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