Swiss-Moto: Das MCH Group Imperium schlägt zurück!

Am 14. April publizierte smartville.digital die Nachricht, dass die Swiss-Moto-Messe nach Bern abwandert. Aber halt, nicht so schnell: Die MCH Group will jetzt die Swiss-Moto, deren Namensrechte offenbar ihr gehören, auf eigene Faust weiter führen.


by Urs Seiler | 20. April 2021



Nachdem die Bernexpo Groupe, mit Unterstützung des Verbandes motosuisse, am 14. April die Lancierung einer «Leitveranstaltung der Motorräder und Roller» verkündete, hat sich die MCH Group endlich geregt. Sie reagiert am 16. April mit der Verkündung «Die MCH arbeitet weiter daran, der Branche mit der Swiss-Moto eine Plattform zu bieten, welche deren Bedürfnissen und Anforderungen entspricht.»


Und was sind diese Anforderungen? Die MCH Group verweist darauf, dass sie in ihrem Portfolio über 80'000 Branchen-kontakte aufweist und jeweils 65'000 bis 70'000 BesucherInnen nach Zürich kommen. Das ist ein starkes, das beste Argument für die MCH Group.


Der Schlüssel für eine Neulancierung, das wird in der Pressemitteilung klar, wenn «immer mehr führende internationale Marken grundsätzlich nicht mehr an leitenden Motorrad-Messeformaten teilnehmen»,wie die MCH Group sagt, liegt, wen wundert’s, in einem «Erlebnis- und Festivalaspekt des Events». Wenn die großen Marken nicht mehr teilnehmen, dann will man der Community auf andere Art etwas bieten.


Nach Jahren der Turbulenzen, die mit der Wahl eines neuen Verwaltungsrates und CEOs jetzt vielleicht hinter der MCH Group liegen, reagierte Basel jetzt endlich. Die Pressemeldung ist unterzeichnet vom relativ neuen Managing Director Roman Imgrüth, offenbar die neue integre Nummer zwei in Basel.



Eines ist sicher: Zwei Motorradmessen in der kleinen Schweiz wären der größte denkbare Unsinn. Das weiß auch die MCH Group. Sie lässt es jetzt auf einen Machtkampf ankommen. Namensrechte und Community bei der MCH Group, der Verband motosuisse bei der Bernexpo Groupe. Das wird ein heißer Sommer!


Die Pressemeldung der MCH Group.