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Adtech und Martech werden neu gestaltet: Die DMEXCO 2026 will Unternehmen zeigen, was als Nächstes kommt.

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Kostenlose Besuchertickets: Die Marketingtechnologie befindet sich in einer neuen Phase. Drittanbieter-Cookies verlieren an Bedeutung, KI hält Einzug in alltägliche Arbeitsabläufe, und Kundendaten werden immer wertvoller, aber gleichzeitig auch immer schwieriger zu verwalten. Marken müssen in Suchmaschinen, sozialen Medien, E-Commerce, Streaming-Diensten und zunehmend KI-gesteuerten Plattformen präsent bleiben. Die Frage ist nicht mehr, ob Unternehmen mehr Technologie benötigen, sondern ob die vorhandene Technologie auch tatsächlich zusammenarbeitet.



Von Archie Marshall || 27. August 2026


Die Marketing-Architektur verändert sich.

Im digitalen Marketing mangelte es nie an Tools. Geändert hat sich das Umfeld, in dem diese Tools eingesetzt werden. Generative KI automatisiert Content, Personalisierung und Kampagnenplanung, Datenschutzbestimmungen verändern Datenstrategien, und die wachsende Anzahl von Kundenkontaktpunkten macht die Customer Journey immer undurchsichtiger.



Diese Herausforderungen stehen im Mittelpunkt der „World of Tech“ auf der DMEXCO 2026, die Technologieanbieter sowie Entscheidungsträger aus den Bereichen Marketing, Digitales, Daten und IT zusammenbringt. Anstatt lediglich neue Produkte zu präsentieren, liegt der Fokus darauf, wie Unternehmen Technologie nutzen können, um praktische Probleme zu lösen: Zielgruppen erreichen, ohne auf Drittanbieter-Cookies angewiesen zu sein, Daten systemübergreifend zu verknüpfen, die richtigen Prozesse zu automatisieren und eine effektive KI-Strategie zu entwickeln.


Adtech geht über Cookies hinaus.

Programmatische Werbung, automatisierter Medieneinkauf und datengetriebene Optimierung sind bereits etabliert. Die dahinterstehende Infrastruktur verändert sich jedoch rasant. Cookieloses und datenschutzorientiertes Targeting, Medien für Einzelhandel und Handel, KI-gestützte Kampagnenoptimierung, Connected TV sowie neue Mess- und Attributionsmodelle gewinnen zunehmend an Bedeutung.


First-Party-Daten, kontextbezogenes Targeting und Aufmerksamkeitsmetriken etablieren sich als Schlüsselinstrumente für Relevanz und Messbarkeit, da traditionelle Identifikatoren an Bedeutung verlieren. Die Herausforderung für Werbetreibende ist daher bekannt: die richtige Zielgruppe zu erreichen und den Erfolg der Maßnahmen nachzuweisen. Die dafür eingesetzte Technologie wird jedoch grundlegend neu gestaltet.


Martech entwickelt sich zu intelligenter Infrastruktur

Der gleiche Wandel vollzieht sich auch im Bereich Marketingtechnologie. CRM, CMS und Marketingautomatisierung bleiben unerlässlich, ihr tatsächlicher Wert hängt jedoch zunehmend von ihrer Vernetzung ab. Generative KI unterstützt Content-Erstellung, Personalisierung und Kampagnenplanung, während Kundendatenplattformen sich in Richtung KI-gestützter Echtzeit-Segmentierung entwickeln. Data Clean Rooms eröffnen zudem neue Möglichkeiten für datenschutzkonforme Zusammenarbeit.


Eine weitere wichtige Entwicklung ist die generative Suchmaschinenoptimierung (GEO). Da Konsumenten zunehmend Produkte, Marken und Informationen über KI-Systeme entdecken, müssen Unternehmen berücksichtigen, wie sie sowohl in KI-generierten Antworten als auch in traditionellen Suchergebnissen erscheinen.


Daher ist die Qualität des Technologie-Stacks wichtiger als seine Größe. Ein Unternehmen mit weniger vernetzten Systemen kann über eine robustere Infrastruktur verfügen als eines, das Dutzende von voneinander getrennten Plattformen betreibt.


KI-gestützte Suche verändert die Sichtbarkeit und die dahinterstehende Technologie

Ein Unternehmen, das diesen Wandel beispielhaft veranschaulicht, ist Profound, ein Platin-Sponsor der DMEXCO 2026. Dessen Plattform unterstützt Marketingteams bei der Analyse und Optimierung ihrer Sichtbarkeit in KI-gestützten Suchsystemen und automatisiert mithilfe von KI-Agenten Aufgaben im gesamten Marketingprozess. Diese Entwicklung spiegelt einen viel umfassenderen Wandel wider: Da Konsumenten KI-Systeme zunehmend nach Kaufempfehlungen, Reisezielen oder Marken fragen, müssen Unternehmen ihre Sichtbarkeit über die traditionelle Suche hinaus neu denken. KI wird sowohl zu einem Werkzeug für Marketer als auch zu einem Umfeld, in dem Marken verstärkt um Aufmerksamkeit konkurrieren.


Der Adtech Summit und der Martech Summit werden diese Entwicklungen eingehender beleuchten. Die einzelnen Programmblöcke wurden von zwei auf vier Stunden im Vorjahr erweitert. Im Fokus steht nicht nur das Potenzial neuer Technologien, sondern vor allem deren praktische Anwendung: Welche Lösungen skalieren, wo KI die Effizienz tatsächlich steigert, welche Datenstrategien unter sich ändernden Datenschutzbestimmungen funktionieren und wie Unternehmen ihre Technologiearchitektur gestalten sollten.


Wo Marketingtechnologie auf Geschäftsstrategie trifft

Die World of Tech veranschaulicht diese Fragen in ihrem Ausstellungsbereich, durch Live-Demonstrationen und Fallstudien auf der Tech Stage, praxisorientierte Masterclasses, weiterführende Diskussionen auf der Center Stage und strategische Gespräche in der CMO Lounge. Führende Technologieunternehmen wie Google, Amazon, Microsoft, The Trade Desk und Adobe sind vertreten. Im Rahmen der Young Innovator Challenge 2026 entwickeln 30 Studierende der Hochschule Düsseldorf Lösungen für reale Herausforderungen in den Bereichen KI, Customer Journey, Markenerlebnis und Handel.


Doch die wichtigere Entwicklung ist die Konvergenz, die sich über den gesamten Technologie-Stack erstreckt. Kundenerlebnisse hängen von Daten ab, Daten hängen von der Architektur ab, Automatisierung von vernetzten Systemen und KI ist zunehmend von all dem abhängig. Marketingtechnologie kann daher nicht länger ausschließlich als Marketingthema betrachtet werden.


Die Welt der Technologie bietet Unternehmen die Möglichkeit, sich von einzelnen Produkten zu lösen und das Gesamtbild zu betrachten: Welche Technologien verbessern ihre Arbeitsweise wirklich, wie greifen diese Systeme ineinander und welches messbare Geschäftsproblem lösen sie? Der Wettbewerbsvorteil liegt nicht unbedingt bei dem Unternehmen mit dem größten Technologie-Stack, sondern bei demjenigen, das weiß, welche Technologien relevant sind, wie sie sich verbinden und welchen Nutzen sie bringen.




 
 
 

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