Digitale Baumessen funktionieren nicht – aber der Bau-Marktplatz24

Sogenannt digitalen Messen fehlen die emotionalen, haptischen und taktilen Elemente. Unsere neue Optik definiert Onlineplattformen deshalb als Alternative, während eine Messe nicht läuft. Der Autor erklärt, wie das bei seinem digitalen Marktplatz für die Bauwirtschaft funktioniert.



by Urs Hofer* | 10. März 2021


Seit ziemlich genau einem Jahr besteht ein faktisches Berufsverbot für alle die auf Messen, Kongressen und Events aktiv sind. Covidbedingt ist damit auch die wichtigste Komponente im Marketingmix vieler Unternehmen weggebrochen - der Anlass selber, Messen, Events, Kongresse.


Jetzt suchen sowohl die ausstellende Wirtschaft als auch die Veranstalter einen Ersatz für die genannten klassischen Formate. Digitale Messekonzepte oder hybride Formen werden ausprobiert, getestet und lanciert. Aber so richtig überzeugen sie niemanden. Menschliche Begegnungen sind durch virtuelle, den Computer vermittelte Plattformen, nicht zu ersetzen.


Onlinelösungen können für Fachmessen, deren Inhalt technische Innovationen darstellen, zwar einen gewissen Ersatz bieten. Dies bedingt aber, dass sich auf beiden Seiten, also beim Anbieter als auch beim Verbraucher Fachleute befinden, welche die Materie kennen und vom Gleichen sprechen.


Bei Messen jedoch, die sich sowohl an die Fachleute als auch an den Endverbraucher wenden, funktionieren digitale Messeformate nicht. Es fehlen die emotionalen und die haptischen und taktilen Elemente. Der angesehene Jochen Witt hat das auf smartville.digital so verglichen: Digitale Messen sind wie ein digitales Menü. Was bei konventionellen Konzipierungen von Onlinemessen ignoriert wird ist, dass es online nicht darum geht, die Messe zu imitieren, sondern eine selbständige Form, eine alternative Ergänzung zu finden und anzubieten. Das ist ein neues Denken, das nur ganze wenige Messeveranstalter nutzen.

Das Premièrespektakel: Das kann online nicht

Geschäftsbeziehungen entstehen durch Beziehungen von Menschen zu Menschen und das ist die Dimension, die die digitale Welt nicht liefern kann. Zudem fehlen Kommunikationsvoraussetzungen und Kommunikationsbeeinflusser wie ein inszeniertes Umfeld oder die Architektur als räumliche Sprache, wie wir sie an Messen finden. Es fehlt aber auch die Erwartungshaltung und die Neugier auf den Messeauftritt oder einen Event – auf das Premièrenspektakel.

Es fehlt die Spannung auf Produktelancierungen, auf Kontakte mit dem Personal des Unternehmens, es fehlen die informellen Gesprächselemente mit dem Produktmanager und zum Schluss der Small Talk an der Bar.

Es fehlen alle Komponenten, die uns als soziale Wesen ausmachen und uns dazu bewegen, zu einem Produkt oder zu einer Dienstleistung endgültig ja zu sagen. Ohne Livekommunikation können wir kein Vertrauen und keine Sympathie zu einem Unternehmen, welches durch die Mitarbeiter repräsentiert wird, aufbauen.

Ein Live-Auftritt zeigt auch die Kompetenz einer Unternehmung auf allen Ebenen. Es vermittelt ein gesamtheitliches Bild über das Unternehmen, die Kompetenz, die Unternehmenskultur und die Werte – seine Identität. Digitale Welten können dies nicht in diesem ganzheitlichen Ausmaß.

Wenn wir alle Elemente abwägen, wird schnell klar, dass die Absicht, eine Messe, einen Event oder einen Kongress digital abzuhalten, scheitern muss.

Heute geöffnet: Der Baumarktplatz24 Um aber die Lücke, bis wir wieder in eine neue Realität starten können, zu füllen, bestehen Alternativen. Heute hat der Autor dieser Zeilen, gemeinsam mit Partnern, die Alternative für Baumessen lanciert – Referenz24, den 24-Stunden-Marktplatz für die Bauwirtschaft. Lanciert wurde Referenz24 am 10. März 2021 vorerst für Anbieter im Baugewerbe – Architekten und Baufachleute, ab dem 1. Mai wird die Plattform dann lanciert für Bauherren, Investoren und Sponsoren.


Referenz24 ist kein Messe-Ersatz, sondern eine Alternative. Das einzige emotionale Element, das die Plattform anbieten wird, sind extrem gute Bilder. Dazu zeigt sie eine klare, einfache und schnelle Struktur, welche in wenigen Schritten den User mit den Homepages der Anbieter verlinkt.


Referenz24.ch wird eine kostengünstige Lösung, welche die Lücke bis zu einer neuen Live-Realität und die Kluft nach der Messe, während diese nicht stattfindet, schließen kann. Referenz24 wird als messe-alternatives Instrument beibehalten.


*Urs Hofer ist mehrfach preisgekrönter Szenograph und Doyen für Markenwelten, Themenwelten und Messeauftritte. Er hat an der Universität Salzburg Szenografie und Theaterwissenschaften studiert. Er war an verschiedenen Hochschulen als Dozent und Studiengangsleiter für Livecommunication tätig. Jetzt hat er mit einem Geschäftspartner die virtuelle Bauplattform Referenz24 gegründet.


https://referenz24.ch/

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