«Grosses erreichen»: Yodel-Rock aus Bern und ein Instagram Phänomen aus Zürich erleuchten die spektakuläre Eröffnungsfeier der BEA in Bern
- vor 2 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Für einmal war es nicht ein Branchenvertreter (oder wir selber!), sondern kein Geringerer als der schweizerischer Bundesrat Guy Parmelin, der darüber aufklärte, warum Messen wie die BEA so wichtig sind. Und doch schaut man jetzt schon mit etwas Wehmut auf diese magistrale BEA Eröffnungsfeier zurück, da ihre Dirigenten, sowohl CEO Tom Winter als auch ihr Verwaltungsratspräsident Peter Stähli, die Bernexpo Groupe verlassen.
von Urs Seiler || Bern, 27. April 2026
Aber wenigstens bietet jetzt das grösste Publikumsereignis der Schweiz, die BEA Bern, mit dem Motto «Fünf Sinne» noch bis am 3. Mai Erlebnisse zwischen Tradition, Innovation und Begegnung. Erwartet werden zur BEA um die 365000 BesucherInnen, das sind über zweimal so viel, wie die Stadt Bern EinwohnerInnen hat.
Es war eine magistral orchestrierte und inszenierte Eröffnungsfeier, die alles bot, was man sich erhoffen kann.

Das waren ein emotionaler Bundesrat Guy Parmelin - der ehrwürdige Begriff «Landesvater» drängt sich ins Gesichtsfeld - die erstklassige Sängerin und Social-Media-Phänomen (und Mathematikerin) Keza aus Zürich, der sympathischen Moderatorin Chloe Salzgeber und der Generationen-Yodel-Band Oeschs Die Dritten (Bild oben)
Guy Parmelin: «Die BEA bietet etwas sehr Wertvolles: Begegnungen»

Wirtschaftsminister Guy Parmelin (Bild) sagte in seiner denkwürdigen Rede: «Für mich ist es keine gewöhnliche Einladung unter vielen. Was sie hier finden, ist Teil unserer Identität. Das alles stärkt, was mir so wichtig ist, den Zusammenhalt in unserem Land.» Das war ein grossartiges Statement von unserem Wirtschaftsminister in einer turbulenten Welt, der für die Eröffnung der BEA eine Einladung des saudiarabischen Königs vorverschob.
«Jetzt Grossartiges erreichen»

Noch-CEO Tom Winter (Bild), auf dessen emotive Reden man sich jeweils freuen konnte, richtete gross an: «Was hier g’chrampfet (gearbeitet) wird, verdient grössten Respekt, begann er.» Er sprach von den 500 Veranstaltungen der Bernexpo Groupe im Jahr oder den 145 Milliionen Ansichten auf sozialen Netzwerken. Und bewies dann kulturelles und politisches Verständnis, als er die Wichtigkeit des anstehenden Geländeplans rund um die Messe erläuterte, nur ein Jahr nach der letzten vollzogenen Ausbau-Etappe, der Einweihung der neuen, schmucken, multifunktionalen Festhalle: «Mit einem neuen Geländeplan könnte sich Bern zu einer internationalen Kulturstadt entwickeln, wenn Bern die Chance nutzt, können wir Grossartiges erreichen», sagte er. Schade, dass er in Zukunft keine so sensationellen Eröffnungen mehr designt, aber den Massstab hat er für seinen Nachfolger oder seine Nachfolgerin schon einmal hoch gelegt.
Innovation auf der BEA
Wie innovativ viele, viele Messen in der Schweiz und die Landwirtschaftsmesse BEA sind, wird meist unterschätzt. Edith Siegenthaler, Grossratspräsidentin klärte die anwesenden Gäste über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz beim Bauern ein. «Precision farming» heisst das Zauberwort, das Arbeitsstunden in der Landwirtschaft sparen hilft. Der Dialog legte nahe, wie gekonnt auf der BEA Innovation und Tradition verbunden werden.
Tradition auf der BEA
Pferd bleibt Pferd: Ein fester Bestandteil der BEA bleibt der Bereich PFERD der auch 2026 wieder vielfältige Einblicke in die Welt des Pferdesports und der Pferdehaltung bietet. Besucherinnen und Besucher können hochwertige Ausrüstung entdecken, sich über innovative Produkte und Konzepte für die Stalleinrichtung informieren sowie verschiedene Futtermittel kennenlernen.
Von der Schulbank an die BEA: Ein besonderes Augenmerk gilt dem Nachwuchs: Mit einem speziell konzipierten Schulklassenprogramm bietet die BEA 2026 jungen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, die Messe auf spannende und lehrreiche Weise zu entdecken.
Auf dem Lunapark geht es rund: dank dem Awareness Team: Auch der Lunapark sorgt für beste Unterhaltung und unvergessliche Momente für Gross und Klein. Ergänzt wird das Angebot durch ein vielfältiges Nightlifeprogramm, das die BEA bis in die Abend- und Morgenstunden hinein erlebbar macht. Für ein sicheres und respektvolles Miteinander ist zudem ein Awareness-Team im Einsatz, das Besucherinnen und Besuchern als Anlaufstelle zur Verfügung steht.
Einblicke in die Welt des Bauens und Gestaltens: Einsicht in kreative Berufswelten am Bau bieten an der BEA 2026 unter anderem die Maler- und Gipserbranche sowie die Innenarchitektur. An interaktiven Ständen können Besucherinnen und Besucher Materialien, Techniken und Gestaltungsmöglichkeiten hautnah erleben, selbst aktiv werden und sich über vielfältige Berufsbilder informieren.

Reto Gertsch (Bild oben), Lead Messe & Markt BEA betont: «Die BEA ist ein Ort der Begegnung, an dem Menschen aus unterschiedlichsten Lebensbereichen zusammenkommen. Genau diese Vielfalt macht den besonderen Charakter unserer Messe aus – und darauf freuen wir uns auch 2026 wieder sehr.»

Wahrscheinlich ist ein so grandioser Anlass nicht der richtige Ort, um vom CEO und dem Verwaltungsratspräsidenten Abschied zu nehmen, entsprechend fiel dazu und zum Rekrutierungsprozess und Rekrutierungsstand kein Wort. Wird die erfrischende Lea Frisch, im Bild mit Moderatorin Chloe Salzgeber und CEO Tom Winter («Es ist eine Ehre, die 10 schönsten Tage in Bern zu eröffnen»), Co-CEO der Bernexpo, das Szepter in die Hand nehmen? Wenn Sie hier dran bleiben, erfahren Sie es.
Die BEA läuft noch bis am 3. Mai. Besuchen Sie sie!
TAKE OUTS













Kommentare