Der europäische Sicherheitsdialog intensiviert sich im Vorfeld der EUDEX 2026
- vor 20 Stunden
- 3 Min. Lesezeit
Das hochkarätige politische Treffen in Berlin signalisiert eine starke Dynamik für die Euro Defence Expo, da sich Vertreter aus Industrie, Regierung und Militär auf die sich ständig weiterentwickelnden Sicherheitsstrukturen Europas einigen.

200 Tage vor der Eröffnung der Euro Defence Expo (EUDEX) , der neuen internationalen Fachmesse für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, hat die EUDEX bereits ein klares politisches Signal gesendet. Bei einem Parlamentarischen Abend in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin kamen rund 120 hochrangige Vertreter aus Politik, Militär, Verwaltung und Wirtschaft zusammen, um die künftige Struktur der europäischen Sicherheitsarchitektur zu erörtern.
Die Veranstaltung spiegelt das sich rasch wandelnde geopolitische Umfeld in Europa wider und knüpft direkt an die laufende Debatte um Deutschlands „Zeitenwende“ an. Vor diesem Hintergrund versteht sich die Euro Defence Expo nicht als traditionelle Branchenveranstaltung, sondern als Plattform für strategischen Dialog, technologische Innovation und engere Zusammenarbeit zwischen Zivilverwaltung und Militär in ganz Europa.
Mit diesem Treffen einflussreicher Persönlichkeiten demonstrierte EUDEX seinen Anspruch, als strategischer Katalysator für Diskussionen über Sicherheitspolitik in Deutschland und der gesamten Europäischen Union zu fungieren.

Parlamentarischer Abend zur Eudex. Links aussen: Messe Essen CEO Oliver Kurth.
Nordrhein-Westfalen als Schlüsselstandort für Sicherheit und Verteidigung
Den Abend eröffnete Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationale Angelegenheiten und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Leiter der Staatskanzlei.

In seiner Rede hebt Liminski die entscheidende Rolle Nordrhein-Westfalens in der sich wandelnden Sicherheitslandschaft Europas hervor und betont die industrielle Stärke der Region als Grundlage für die Verteidigungsfähigkeit.
„Ohne industrielle Substanz kann es keine militärische Leistungsfähigkeit geben. Nordrhein-Westfalen ist das industrielle Rückgrat der Zeitenwende. Mit der Euro Defence Expo entsteht ein unabhängiges deutsches Messeformat für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie – ein starkes Signal europäischer Verantwortung und technologischer Kompetenz.“
Seine Ausführungen unterstreichen die Bedeutung der Verknüpfung von industrieller Innovation mit politischer Strategie, um auf gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen wirksam reagieren zu können.
Die Abteilung für Heimatschutz reagiert auf neue Bedrohungen.
Einen weiteren wichtigen Beitrag des Abends leistete Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der Heimatschutzdivision der deutschen Armee.

In seinem Vortrag mit dem Titel „Division Heimatschutz – Reaktion auf Bedrohungen gegen Deutschland“ skizzierte Henne die Maßnahmen, die die Bundeswehr derzeit zur Stärkung der nationalen Verteidigungsfähigkeit umsetzt. Er betonte die zunehmende Bedeutung der Heimatschutzstrukturen innerhalb der deutschen Sicherheitsstrategie.
„Die Heimatverteidigung ist ein entscheidender Bestandteil der deutschen Landesverteidigung.“
Seine Ausführungen gaben Einblick in die Art und Weise, wie sich militärische Strukturen an neue Szenarien anpassen, die eine Bedrohung darstellen, sowie in die sich wandelnde Sicherheitsdynamik in Europa.
Starke Unterstützung für Essen als Gastgeberstadt
Im Anschluss an das offizielle Programm setzten die Gäste ihre Gespräche bei einem Networking-Empfang fort. Neben übergreifenden sicherheitspolitischen Themen wurde auch die Bedeutung Essens als Austragungsort der Euro Defence Expo hervorgehoben.
Mit ihrer modernen Infrastruktur und langjährigen Erfahrung im Bereich internationaler B2B-Messen bietet die Messe Essen ideale Voraussetzungen für ein neues Ausstellungsformat mit Fokus auf die Sicherheits- und Verteidigungsbranche. Der Veranstaltungsort ist bereits Austragungsort global anerkannter Events wie der Security Essen und der Konferenz des Joint Air Power Competence Centre (JAPCC).
Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen hob ebenfalls den hervorragenden Ruf der Stadt im Sicherheitssektor hervor: „Essen ist seit Jahrzehnten ein international anerkannter Standort für Sicherheitsmessen. Mit der Euro Defence Expo wird dieses Profil nun um den Verteidigungssektor erweitert. Die Kombination aus starken Industriepartnern, hoher logistischer Leistungsfähigkeit und der Erfahrung der Messe Essen schafft ideale Voraussetzungen für eine neue Plattform mit europäischer Tragweite.“
Über die Veranstaltung
Die Euro Defence Expo (EUDEX) findet vom 22. bis 25. September 2026 auf dem Messegelände Essen in Deutschland statt.
Die Veranstaltung zielt darauf ab, politische Führungskräfte, Verteidigungsexperten, Technologieunternehmen und internationale Akteure zusammenzubringen, um Innovationen und die zukünftige Ausrichtung der europäischen Sicherheit und Verteidigung zu diskutieren.







Kommentare