Im Zeichen von Künstlicher Intelligenz: Wie die Gastia-Messe die Hospitalitywirtschaft vernetzt
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Das Megathema Künstliche Intelligenz zog sich wie ein roter Faden durch die 4. Gastia-Messen in den Olma-Hallen und weil die Messelandschaft eine starke Regionalisierung erlebt, ist sie der richtige Ort für eine Standortbestimmung der Gastronomie und Hotellerie in der Ostschweiz.
von Urs Seiler || 25. März

bwt auf der Gastia, gebaut von Bexpo AG, Marthalen.

„Die Gastrobranche ist sehr gefordert, die Politik macht uns Sorgen mit ihrem Sozialausbau. Mit einer Marge von noch einem Prozent müssen wir wirtschaftlich aufpassen. Aber wir (die Hospitality-branche) haben einen hohen gesellschaftlichen Wert, der muss erhalten bleiben“ sagte Beat Imhof (Bild), Präsident von Gastrosuisse an der Pressekonferenz vom 24. März zur 4. Gastia, Fach-und Erlebnismesse für Gastfreundschaft der Olma Messen. „Aber wenn wir Gas geben, hat das ein Impakt. Unheimlich grosse Chancen, effizienter zu werden, sehe ich in der Nutzung von Künstlicher Intelligenz.“
Bezüglich dem Einsatz von KI war es interessant zu hören, wie der Veranstalter Olma Messen mit Hochdruck am Thema dran ist und zur OFFA-Messe vom 15. bis 19. April erstmals ihren brandneuen Aussteller-Bot einführt. Auch für interne Anwendungen ist das Thema KI verankert.

Die LeiterIn Marketing des Veranstalters der Gastia, der Olma Messen, Claudia Bartolini (rechts im Bild. Mitte Laurien Inauen, Links Kathrin Meyerhans) sagt zum Thema KI: „Als Veranstalter leben wir vom echten Moment - aber wir loten jetzt aus, wo und wie wir KI dafür einsetzen.“

Die neue Sonderschau „Fokus KI“ widmete sich in einer ganzen Halle konkreten Anwendungen und zeigte, wo intelligente Technologien bereits heute entlasten.
Im Forum diskutierten Persönlichkeiten aus der Hospitality-Branche zentrale Herausforderungen, darunter die Zürcher Köchin Elif Oskan, Beat Imhof, Präsident GastroSuisse, sowie Martin von Moos, Präsident HotellerieSuisse. Die Talks zu Künstlicher Intelligenz, zur Rolle weiblicher Gastgeberinnen sowie zum Fachkräftemangel boten inspirierende Beiträge und fanden grossen Anklang. «Die Gastia hat sich sehr schnell als Netzwerktreffen etabliert – mit überregionaler Ausstrahlung und gleichzeitig einer persönlichen Atmosphäre. Man läuft durch und kennt viele Leute, das ist sehr wertvoll», sagt Beat Imhof.
Kathrin Meyerhans, Leiterin Produkte Olma Messen, sieht die Gastia aus vielerlei Gründen richtig positioniert. „Wir beobachten schon seit längerem, dass regionale Messen eine wichtigere Rolle spielen als sogenannte Leitmessen, weil Netzwerke in der Region wichtiger werden. Sonst hätte die Gastia nicht so schnell Erfolg, sie hat sich nach kurzer Zeit als Treffpunkt für die Gastronomie der Ostschweiz etabliert“, sagte sie.
Tatsächlich waren die Messehallen um die Mittagszeit am zweiten Messetag, dem Montag, sehr gut besucht und die regen Diskussionen an den Ständen und in den Gängen der Gastia waren ein Signal, wie willkommen die regionale „Vernetzungsplattform Gastia“ ist. Rund 8’700 Fachbesuchende und 160 Ausstellende nutzten die vierte Ausgabe der Fach- und Erlebnismesse für Gastfreundschaft als Plattform für Austausch, Orientierung, konkrete Geschäftsentscheide und neue Partnerschaften.
Nachhaltige Begegnungen
Die 160 Ausstellenden präsentierten den 8’700 Branchenprofis vor Ort Produkte, Dienstleistungen und konkrete Lösungen für den Berufsalltag. Gleichzeitig wurde die Kraft der Vernetzung spürbar – auch im Austausch unter den Ausstellenden, der zusätzliche Dynamik in die Messe brachte.
"Für uns ist die Gastia ein klarer Beleg: Das Interesse an KI im Gastgewerbe ist grösser denn je. 2026 sehen wir eine stark wachsende Nachfrage nach Lösungen, die im Alltag wirklich funktionieren", sagt Adelheid Glott, Geschäftsführerin Alveni AI, einer KI-Plattform für Gästekommunikation in Hotels – und Ausstellerin in der Sonderschau «Fokus KI».
Alessandro Barnetta, Geschäftsführer der Finessa Barnetta AG, schätzt, dass er an der Gastia exakt auf seine Zielgruppe trifft: +Wir haben hier sehr gute Kontakte. Für uns ist die Gastia zur Hausmesse geworden – auch weil sie regional so stark verankert ist. Hier können wir konkrete Abschlüsse generieren."
Auch Jacqueline Moser, Sales Managerin bei Luya Foods, unterstreicht den Mehrwert der Begegnungen: "Wir schätzen die hohe Qualität der Fachbesuchenden. Es entstehen nachhaltige Kontakte, die zu unseren Kund:innen werden."

„Wir wollen der Branche Orientierung geben“: Die MacherInnen der Gastia im Gespräch von links: Kathrin Meyerhans, Viviane Stadler, Laurien Inauen, Egzona Fazliu, Stefanie Rimann.
„Die Rolle der Gastia besteht im Zusammenschweissen der Branche, best practises bieten Chancen, voneinander zu lernen und dafür ist die Gastia eine wunderbare Plattform“, sagte Messeleiterin Viviane Stadler an der Pressekonferenz. „Netzwerken ist ein ganz grosser Teil unserer Messe. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, junge Talente früh zu vernetzen. Die hohe Kontaktqualität ist zentral. Wir haben selbst viele wertvolle Gespräche geführt – mit bestehenden und neuen Partner:innen. Gleichzeitig setzen wir an der Gastia bewusst relevante Branchenthemen und verstehen uns als Impulsgeberinnen für die Branche", sagt Messeleiterin Viviane Stadler.
Ein Format mit Zukunft
«Die Gastia ist ein überzeugendes Beispiel für unsere Wachstums- und Innovationsstrategie und hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem wichtigen und wertvollen Branchentreffpunkt entwickelt», sagt Katrin Meyerhans. "Für uns steht die kontinuierliche Arbeit am Produkt im Zentrum. Die heutige Positionierung der Gastia verdanken wir der grossen Unterstützung der Branche sowie einem engagierten Team, das dieses Format mit grosser Professionalität weiterentwickelt."
Die nächste Gastia findet vom 21. bis 23. März 2027 statt. Die Vorbereitungen sind bereits gestartet – Ausstellende können sich ab sofort anmelden. «Die Energie, die wir in diesen Tagen gespürt haben, nehmen wir direkt mit in die Weiterentwicklung der Messe», sagt Messeleiterin Viviane Stadler. «Wir wollen auch nächstes Jahr wieder einen Ort schaffen, an dem die Branche zusammenkommt und voneinander lernt.»
Über die Gastia
Die Gastia – Fach- und Erlebnismesse für Gastfreundschaft – hat sich in nur vier Ausgaben zum zentralen Branchentreffpunkt in der Grossregion Ostschweiz und Graubünden etabliert. Sie bringt Fachleute aus Gastronomie und Hotellerie zusammen und verbindet Fachmesse, praxisnahen Wissenstransfer und Networking.
Rund 160 Ausstellende präsentieren ihre Produkte, Dienstleistungen und Trends und machen die Vielfalt der Branche erlebbar. In Sonderschauen, Podiumsgesprächen und im Dine & Drink Studio greift die Gastia branchenrelevante Themen auf und verknüpft sie mit Formaten wie den Stammtischen und dem After-Fair-Apéro, wo der persönliche Austausch im Mittelpunkt steht. Die Gastia, ein Format der Olma Messen St.Gallen, ist der jährliche Pflichttermin für Entscheidungsträger:innen der Hospitality-Branche – mit hoher Kontaktqualität und regionaler Verankerung. Die fünfte Ausgabe findet vom 21. bis 23. März 2027 in St.Gallen statt.
TAKE OUT
Von Unternehmer und Messemacher René Ziswiler, Aussteller auf der Gastia:
GASTROpilot für Restaurants, Hotels, Catering und Gemeinschaftsgastronomie verbindet Planung, Kalkulation, Beschaffung, Proof und Kommunikation in einem Ablauf.









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