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Olma: 294 Millionen Argumente für ein Ja zum Covidgesetz

Die Olma Messen wollen ihre Publikumsmessen stärken und müssen das Fachmessegeschäft ausbauen, um den Neubau der Halle 1 finanzieren zu können.


by Urs Seiler | 25. November 2021



Das sind die konkreten Folgerungen, die CEO Christine Bolt aus der brandneuen Studie zum wirtschaftlichen Effekt der Olma Messen St Gallen zieht.



1'350 Vollzeitstellen in der Ostschweiz

Die Studie hat ergeben, dass die Messen und Veranstaltungen der Olma Messen mit ihren AusstellerInnen, VeranstalterInnen und BesucherInnen im Geschäftsjahr 2019 Gesamtumsätze in Höhe von rund 294 Millionen Franken generierten. Davon fallen rund 177 Millionen Franken in der Ostschweiz (AI, AR, SG, TG) an.


Die direkten und indirekten Umsätze für die Stadt und Agglomeration St.Gallen betragen rund 141 Millionen Franken. Mit den Aktivitäten der Olma Messen waren 2019 in der Ostschweiz direkte, indirekte und induzierte Beschäftigungseffekte von rund 1'350 Vollzeitstellen verbunden.


Erweiterung der Regionalität

Die Olma Messen St.Gallen haben in den vergangenen Monaten ihre Strategie weiterentwickelt und unter anderem auf Basis der Wirkungsstudie der Universität St.Gallen geschärft. Im Bereich der Messen liegt der strategische Fokus im Aufbau und der Akquisition von Fachmessen sowie der nachhaltigen Entwicklung der Olma.


Die Studie identifiziert drei mögliche Hebel für die Stärkung der regionalen Wirkung: die Steigerung der Anzahl regionaler Anbieter an den Publikumsmessen, den Auf- und Ausbau von Fachmessen sowie die Steigerung der Anzahl von Kongressen mit nationaler oder internationaler Ausstrahlung.


Kein Einstieg ins Messebaugeschäft

Wie wichtig die Region Ostschweiz für die Olma Messen sind, die mehrheitlich von den Publikumsmessen Olma und Offa leben und die ebenfalls gestärkt werden sollen, sieht man aus den BesucherInnenausgaben in der Höhe von 46 Millionen Franken, demgegenüber belaufen sich die Ausgaben der Aussteller auf 27 Millionen. Die Olma Messen haben während der Pandemie ihre eigene Eventagentur VOLT Events gegründet, um diesen Teil der Wertschöpfung, der aus den Unternehmenstätigkeiten entsteht, im eigenen Unternehmen zu halten. Nach Prüfung der Situation hat man sich anderseits gegen eine Tätigkeit als Messebauunternehmen entschieden. Konsequenzen wie diese sind eine unmittelbare, indirekte Folge der Resultate der Studie.


Covid: Kein Königsweg

Die Olma Messen sind für ein Ja zur Abstimmung über das Covidgesetz am kommenden Wochenende vom 26. bis 28. November. Die 3G-Regel (getestet, genesen, geimpft) hat den beachtlichen Re-Start der Messewirtschaft in der Schweiz nach den Sommerferien 2021 überhaupt erst ermöglicht.


Zur Erinnerung: Zum Flaggschiff Olma kehrten im Oktober 220‘000 BesucherInnen zurück. Christine Bolt gab eine salomonische Analyse zur bevorstehenden Abstimmung: «Es gibt keinen Königsweg in der Handhabung von Covid. Aber für unsere Live Kommunikationsbranche ist es wichtig, dass das Gesetz angenommen wird.» Diese spiegelt die Stimmungslage der Live Kommunikationsbranche wieder, wie wir aus unseren Gesprächen mit weiteren BranchenteilnehmerInnen entnehmen.



Die Analysen der Studie «Die regionale Bedeutung der Olma-Messen St. Gallen» unter der Leitung von Dr. Roland Scherer (Bildmitte) und Mitarbeit von Daniel Zwicker-Schwarm (links) und Christine Bolt (rechts bei der Präsentation der Studie) vom Institut für systemisches Management und Public Governance der Universität St Gallen beziehen sich auf das Jahr 2019. Aufgrund der Corona-Pandemie kamen die Aktivitäten der Olma Messen 2020 fast gänzlich zum Erliegen,


Die Studie als Download.


Olma Wertschpfung 2021-11-23
.pdf
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