SurfaceTechnology Germany 2026: Ein entscheidender Moment für die Oberflächentechnik
- 1. Mai
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Der globale Sektor der Oberflächentechnologie kehrt in einer Zeit steigender Kosten, verschärfter Regulierungen und wachsenden Innovationsdrucks nach Stuttgart zurück.

Von Archie Marshall // 2. Mai 2026
Vom 5. bis 7. Mai 2026 bringt die SurfaceTechnology GERMANY 2026 die internationale Oberflächentechnik-Community zu einem entscheidenden Zeitpunkt nach Stuttgart. Angesichts des steigenden wirtschaftlichen Drucks und der rasant wachsenden technologischen Anforderungen positioniert sich die Veranstaltung als zentraler Treffpunkt für Unternehmen, die sich in einem zunehmend komplexen Industrieumfeld durch Zusammenarbeit und Innovation behaupten wollen.
Die Herausforderungen für den Sektor bleiben erheblich, und eine baldige Besserung ist nicht in Sicht. Steigende Energiekosten belasten die Produktion weiterhin stark, während strenge Umweltauflagen – von der REACH-Verordnung bis hin zu umfassenderen Nachhaltigkeitszielen – die betrieblichen Prioritäten verändern. Gleichzeitig schränkt ein anhaltender Fachkräftemangel die Kapazitäten ein, und das Auftragsvolumen bleibt in weiten Teilen des Marktes verhalten. Zu diesen Belastungen kommen anhaltende geopolitische Unsicherheiten hinzu, die weiterhin Lieferketten und das Vertrauen von Investoren beeinträchtigen. Für viele Unternehmen bedeutet die Notwendigkeit, in digitale Automatisierung zu investieren und bestehende Systeme zu modernisieren, eine zusätzliche finanzielle und strategische Belastung.
In diesem Kontext hat die Bedeutung des Branchendialogs zugenommen. Ramtin Randjbar-Moshtaghin, Projektleiter bei der Deutschen Messe, hebt diese Entwicklung hervor:
„Gerade in schwierigen Zeiten ist der persönliche Austausch wichtiger denn je. Dialog, Kooperation und gemeinsame Lösungsansätze sind unerlässlich. SurfaceTechnology Germany bietet genau dafür eine Plattform und vereint Innovation, Wissenstransfer und Networking, um Raum für Diskussionen und praxisnahe Lösungen zu schaffen.“
Die Oberflächentechnik ist nach wie vor ein fundamentaler Pfeiler der modernen Industrie. Als branchenübergreifende Schlüsseltechnologie bildet sie die Grundlage für eine Vielzahl von Kernindustrien, darunter Mobilität, Maschinenbau, Metallverarbeitung, Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik und Elektronik. Ihre Rolle bei der Sicherstellung von Produktleistung, Langlebigkeit und Effizienz macht sie zu einem entscheidenden Faktor für die industrielle Wertschöpfung und langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Die Veranstaltung profitiert von der Unterstützung wichtiger Branchenverbände, darunter der Zentralverband Oberflächentechnik (ZVO) und der VDMA Oberflächentechnik, die sich beide aktiv an der Gestaltung politischer und regulatorischer Rahmenbedingungen beteiligen. Ihr Engagement spiegelt ein umfassenderes Bestreben wider, Unternehmen zu schützen, Arbeitsplätze zu sichern und Deutschlands Position als führender Industriestandort zu stärken.
Diese Bandbreite spiegelt sich in der gesamten Ausstellung wider, in der zwölf thematisch unterschiedliche Bereiche das gesamte Spektrum der Oberflächentechnologie präsentieren. Aussteller aus aller Welt stellen ihre neuesten Innovationen, Produkte und Dienstleistungen vor und legen dabei großen Wert auf den direkten Austausch mit Fachbesuchern. Neben den Einzelausstellern präsentieren sich im Gemeinschaftspavillon des ZVO rund 60 teilnehmende Unternehmen, während die von WOTech GbR organisierte „Prozesskette Oberflächentechnologie“ die Vernetzung moderner Produktionsprozesse verdeutlicht.
Der Wissenstransfer spielt während der gesamten Veranstaltung eine zentrale Rolle, insbesondere im STG ExpertForum. Mit rund 50 Fachvorträgen bietet das Forum praxisorientierte Einblicke auf höchstem Niveau zu den drängendsten Themen der Branche. Diskutiert werden unter anderem die Integration künstlicher Intelligenz in die Oberflächentechnologie, die Entwicklung fortschrittlicher Oberflächenlösungen für Energieanwendungen wie Batterien der nächsten Generation und Wasserstofftechnologien sowie Strategien zur Vermeidung von PFAS in industriellen Prozessen. Auch die Personalentwicklung steht im Mittelpunkt, wobei der Fokus auf Aus- und Weiterbildung als Reaktion auf den anhaltenden Fachkräftemangel liegt.

Ein besonderer Höhepunkt des Programms wird die Verleihung des Stuttgarter Oberflächentechnikpreises „DIE OBERFLÄCHE“ sein, der vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) am Eröffnungstag der Ausstellung verliehen wird und herausragende Innovationen auf diesem Gebiet würdigt.
Die SurfaceTechnology Germany profitiert zudem von starken Synergien mit den parallel stattfindenden Veranstaltungen GrindingHub und MedtecLIVE. Gemeinsam bilden die drei Messen ein umfassendes industrielles Ökosystem und bieten Besuchern erweiterte Einblicke und Networking-Möglichkeiten in verwandten Branchen. Ein einziges Ticket berechtigt zum Eintritt zu allen Veranstaltungen und unterstreicht so den integrierten Charakter des Messeerlebnisses.






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