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Bau- und Immobilienbranche unter Druck: «Da ist eine Weltleitmesse der richtige Ort»

  • vor 16 Minuten
  • 4 Min. Lesezeit

Wird die deutsche Wirtschaft zu Tode reglementiert? Der Messeplatz Deutschland benötigt jetzt stabile Rahmenbedingungen, keine dauernden Änderungen in der Energiepolitik. Diskussionsansätze liefert die Light & Building in der Messe Frankfurt mit den Schwerpunktthemen «Sustainable Transformation», «Smart Connectivity» und «Living Light».

 


 

2'000 Ausstellende präsentieren auf der Light & Building Lösungen für energie-effiziente Gebäude, intelligente Vernetzung und moderne Lichtlösungen.

 



«Wir werden zu Tode reglementiert. Der Gesetzgeber muss einsehen, dass weniger mehr ist. Die Politiker müssen es uns leichter machen, dafür sind sie gewählt» sagte Dr. Philip Dehn (Bild oben), Vorsitzender ZVEI-Fachverband Elektroinstallationssysteme an der Pressekonferenz zur Weltleitmesse Light & Building vom 8. bis am 13. März.

 


Alexander Neuhäuser (Bild oben), Hauptgeschäftsführer des ZVEH, unterstrich das: «Es wird eine tolle Light & Building, es gibt aber tagespolitische Themen, die uns bedrücken. Da ist die Frage in der Energiewendepolitik: wir haben der Regierung deutlich gesagt, was ihr gerade tut, ist nicht gut für die Wirtschaft, wir verschlafen Investitionen.»

 


Da kommt die Light & Building zu einem guten Zeitpunkt. «Die Light & Building wirft ihre Schatten voraus. Sie wird Orientierung bringen und Lösungen zeigen. Die Vorverkaufszahlen der BesucherInnen laufen auch gut an. Es gilt zusammen zu halten - da ist eine solche Weltleitmesse der richtige Ort» sagte Wolfgang Marzin (Bild), Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.

 

Auch Dr. Philip Dehn wollte Optimismus verbreiten. «Krisen sind immer in der Welt, aber wir sind Zweckoptimisten. Wir haben die letzten 60 Jahre Lösungen gebracht, heute auch dank Künstlicher Intelligenz. Die BesucherInnen werden auf der Light & Building viele neue spannende Dinge sehen, die ihnen das Leben einfacher machen.»


Die Light + Building ist fest im internationalen Markt für Licht und Gebäudetechnik verankert. 75 Prozent der Aussteller kommen aus dem Ausland. Neben Deutschland sind insbesondere Unternehmen aus China, Italien, der Türkei, Polen, Spanien, den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Großbritannien vertreten. Rund 60 Prozent der Unternehmen sind dem Lichtsegment zuzuordnen, etwa 40 Prozent der vernetzten Gebäudetechnik. 

 

Ist Deutschland noch eine führende Wirtschaftsnation?

Das Motto der Light + Building 2026 lautet „Be Electrified – Electrifying Places.

Illuminating Spaces.“

 

Daraus leiten sich drei Top-Themen ab, die mit Branchenvertretern, Ausstellern und Partnern gemeinsam entwickelt wurden. Sie spiegeln die Themen wider, die die Branchen aktuell und künftig bewegen, und bilden den inhaltlichen Rahmen der Leitmesse.

 

„Sustainable Transformation“ steht für die Elektrifizierung, Dekarbonisierung und wirtschaftliche Weiterentwicklung des Gebäudebestands.

 

„Smart Connectivity“ fokussiert die intelligente Vernetzung von Systemen, Gewerken und Daten als Grundlage für Effizienz und Steuerbarkeit.

 

„Living Light“ rückt die Qualität von Licht als integralen Bestandteil von Architektur, Arbeitswelt und urbanem Raum in den Mittelpunkt. Die drei Top-Themen bilden den inhaltlichen roten Faden für das Eventprogramm.

 

Was sind jetzt die grössten Hebel, um Innovationen in die Anwendung zu überführen, Deutschland als Wirtschaftsmacht und Innovationsstandort wieder zu positionieren?

 

«Wir haben in Deutschland immer noch die Riesenmöglichkeit, eine führende Wirtschaftsnation zu sein. Wir sind ganz vorne. Wir holen auch bei Energie-Autos auf. Es gibt Unternehmen, die ganze KI-Firmen bauen. Wenn wir das alles für uns nutzen, finden sich auch mutige Kapitalgeber für die Industrie» sagte Dr. Philip Dehn.

 

«Wir benötigen stabile Rahmenbedingungen, keine dauernden Änderungen in der Energiepolitik» ergänzte Alexander Neuhäuser «dann sind wir absolut überzeugt, dass sich die Technologien, für die wir stehen, durchsetzen werden, aber es wird nicht so schnell gehen, wie wir das brauchen» führte er aus. «Für uns beim ZVEH ist Digitalisierung das grosse Thema, das werden wir auf der Messe zeigen.»

 

Welche wirtschaftspolitischen Antworten liefert die Light & Building?


Im Lichtbereich ist die Design Plaza in Halle 3.1 zentraler Treffpunkt für Gesprächsrunden und Fachvorträge sowie Startpunkt für geführte Rundgänge. Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera


Mit „The Living Light“ feiert die Light + Building 2026 eine Weltpremiere. Erstmals widmet sich eine Sonderschau in Halle 3.1 umfassend der Frage, wie Licht Lebensräume prägt und Aufenthaltsqualität steigert. Entwickelt wurde das Konzept vom Berliner Lichtplanungsbüro Lichtvision Design unter der Leitung von Carla Wilkins. In vier Bereichen mit den Titeln Home, Education, Workplace und Communication wird gezeigt, wie Licht Orientierung schafft, Produktivität unterstützt und Atmosphäre erzeugt. Interaktive Elemente und kuratierte Lichtinszenierungen machen die Wirkung unmittelbar erlebbar. Geführte Touren finden täglich um 11:00 und 14:30 Uhr statt.

 

«Die Messe ist immer noch der Vertriebskanal Nummer Eins, hier werden wir Lösungen finden und Transparenz schaffen - Digitalität und Vernetzung werden die grossen Themen sein, die die Light & Building leisten. Wir haben das Riesenglück, dass auf Weltleitmessen alle kommen» beschrieb Wolfgang Marzin seine Erwartung an die Weltleitmesse. Und: «Wir haben unheimlich starke Themen im Rahmenprogramm.»

 

Dr. Philip Dehn unterstrich das: «Früher sah man auf der Messe vor allem Hardware. Heute ist das deutlich mehr. Das ist das Verdienst des Veranstalters - der Magnet Messe zieht.»

 

Und schliesslich Wolfgang Marzin: «Auf Messen ist die Grundstimmung gut, das werden wir auf der Light & Building alle erleben.»

 

TAKE OUTS

 


 
 
 
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