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Frankfurt gibt den Takt vor: Die globale Konsumgüterindustrie gewinnt 2026 an Dynamik

  • vor 11 Minuten
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Mit 4.636 Ausstellern und Teilnehmern aus 170 Nationen und rund 140.000 Besuchern unterstrichen die Ambiente, die Christmasworld und die Creativeworld 2026 Frankfurts Rolle als zentraler Marktplatz für die internationale Konsumgüterindustrie. Vom 6. bis 10. Februar wurde die Stadt erneut zum Ort, an dem globale Netzwerke gestärkt und neue Geschäftsimpulse gesetzt wurden.



Fünf Tage lang avancierte das Frankfurter Messegelände zu einem dicht bevölkerten Zentrum für Dialog und strategische Positionierung. Diese Ausgabe zeichnete sich nicht nur durch ihren Umfang, sondern auch durch ihre klare Ausrichtung aus. In einem Markt im ständigen Wandel sind Anpassungsfähigkeit und Resilienz nicht mehr optional, sondern unerlässlich für den Geschäftserfolg.


Die strategische Ausrichtung festlegen:


Der Fokus war schon vor der offiziellen Eröffnung der Veranstaltung klar. Die Compass Talks und die Präsentation des neuen IFH-Branchenindex boten einen strukturierten Überblick über die aktuelle Lage des Sektors. Als internationaler Branchenbarometer zeigt der Index, wo der globale Konsumgütermarkt steht und welche Prioritäten derzeit am wichtigsten sind.


Veränderte Handelsbestimmungen, Tarifverhandlungen und Kostenentwicklungen beeinflussen weiterhin die Unternehmensentscheidungen. Die Botschaft der Podiumsdiskussionen war eindeutig: Abwarten ist keine Option. Unternehmen optimieren ihre Geschäftsmodelle, stärken ihre Lieferketten und bereiten sich besser auf die anhaltenden Unsicherheiten vor.


Detlef Braun, Mitglied des Vorstands der Messe Frankfurt, fasste die Situation so zusammen: „Geopolitik, Kostendruck und Transformationsherausforderungen sind keine Ausnahmen mehr – sie sind die neue Realität. Genau deshalb ist es unerlässlich, den richtigen Marktmoment mit Zuversicht und Entschlossenheit zu nutzen. Und dieser Moment ist hier und jetzt in Frankfurt.“


Rund 140.000 Besucher aus aller Welt nahmen teil. Der Zukunftsforscher Ben Hammersley bekräftigte die übergeordnete Perspektive: „Für die Zukunft kommt es nicht auf Planungssicherheit an, sondern auf die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen – mit der richtigen Einstellung, Neugier und Anpassungsfähigkeit.“


Robert Edler, Senior Sales Manager bei Wagner im Markenbereich Interior Looks, betonte die Bedeutung des persönlichen Austauschs: „Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, neue Partner im internationalen Projektgeschäft zu gewinnen. Die Ambiente bietet die ideale Gelegenheit, diese Menschen persönlich kennenzulernen.“


Messbare internationale Stärke:


Die hohe Teilnehmerzahl unterstreicht die globale Bedeutung der Messe. Mit 71 Prozent internationaler Besucher und einer Besucherzufriedenheit von 96 Prozent hat Frankfurt seine Stärke als etablierte und verlässliche Plattform für Unternehmen erneut unter Beweis gestellt. Zu den wichtigsten Besucherländern zählten Italien, China, die Niederlande, die USA und Frankreich. Die drei großen Messen zogen führende internationale Handelskonzerne und Großabnehmer an, darunter ALDI, Carrefour International, Coop, Crate & Barrel, dm, Dirk Rossmann, EDEKA, El Corte Inglés, IKEA, Lidl, OBI, OTTO, REWE, Sainsbury's, Tesco, Zalando und Zara.


Darüber hinaus gewannen das Gastgewerbe und das Vertragsgeschäft weiter an Bedeutung. Entscheidungsträger von Hotelgruppen, der Gastronomie und der Projektentwicklung, darunter Marriott Hotel Holding und Minor Hotels Europe & Americas mit Marken wie NH Hotels, Anantara, Avani und Tivoli, nutzten die Plattform, um ihre internationalen Netzwerke auszubauen.



Das hohe Maß an internationaler Beteiligung und die Qualität der Käufer wurden auch von Clémentine Murgier, Chief Growth Officer der JJA Group, hervorgehoben: „Das Wachstum von JJA ist konsequent international ausgerichtet. Die offene und internationale Atmosphäre der Ambiente macht sie zu einem festen Höhepunkt in unserem Messekalender und zu einem zentralen Hebel in unserer Vertriebsstrategie.“


Eine ähnlich positive Stimmung herrschte auch auf der Christmasworld und der Creativeworld. Elina Holm Knudsen, International Key Account Manager bei Creative Company, berichtete von einer starken internationalen Leadgenerierung aus 50 Ländern während der vier Messetage.


Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Ambiente als Erfolgsfaktor:


Innerhalb der Ambiente selbst liegt ein besonderer Fokus auf Ambiente Projects. Die Segmente HoReCa, Hospitality Interiors und Contract Business entwickelten sich zu wichtigen Treffpunkten für internationale Einkäufer und Fachleute aus Einzelhandel, Hotellerie und Projektausstattung. Neue Formate wie der Interior Design & Architecture Hub und der erweiterte kuratierte Markenbereich Interior Looks stärkten das Profil der Messe im Bereich Inneneinrichtung und internationales Projektgeschäft.


Thomas Hinrichsen, Geschäftsführer von Conde House Europe, bestätigte, dass die Erwartungen übertroffen wurden; sowohl reaktivierte Kontakte als auch neue Partnerschaften seien entstanden. Hamid Yazdtchi, Geschäftsführer der Gilde Group, bezeichnete die Frankfurter Messe als Kernstück der globalen Aktivitäten des Unternehmens, während Felix Bechtold, CEO von Waldmann, den Wert des direkten persönlichen Austauschs mit internationalen Einkäufern hervorhob.


Zusätzliche Formate wie „Spot on Back of House“ und die Hospitality Academy boten praxisnahe Strategien zur Steigerung der betrieblichen Effizienz und neue Geschäftsperspektiven im Gastgewerbe. Aus Planungssicht hob Mandy Heinrichson vom Verband Deutscher Innenarchitekten die Bedeutung des Dialogs über neue Geschäftsmodelle und die Rolle von KI in Planungs- und Entscheidungsprozessen hervor.


Christmasworld – Die führende Plattform für saisonale Inszenierungen:


Die Christmasworld bestätigte erneut ihre Position als internationale Leitmesse für saisonale Dekoration und festliche Präsentation. Sie bot Orientierung und Inspiration für die gesamte Branche – von der Produktentwicklung über Bühnenkonzepte bis hin zur Umsetzung am Point of Sale. Branchenvertreter hoben ihre thematische Führungsrolle und internationale Reichweite hervor und positionierten sie neben Ambiente und Creativeworld als wegweisende Plattform für die Branche.


Creativeworld Business-Plattform für Kreativität und Wachstum:


Die Creativeworld bot eine klare Orientierung für eine Branche im Wandel. Trends zeigten, wie Materialien und Produkte zu neuen künstlerischen und kommerziellen Ausdrucksformen verschmelzen, insbesondere im Textildesign und in der Keramik. Mit der Creative Academy, die 2026 als zertifizierte Weiterbildungsplattform eingeführt wurde, stärkte die Messe ihre Rolle als Wissens- und Qualifizierungszentrum für den Fachhandel.


Ausblick auf das Jahr 2027:


Ambiente, Christmasworld und Creativeworld kehren Ende Januar 2027 auf das Frankfurter Messegelände zurück. Den Auftakt des Programms bilden die Compass Talks am 28. Januar.

Ambiente / Christmasworld: 29. Januar – 2. Februar 2027

Creativeworld: 29. Januar – 1. Februar 2027






 
 
 

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