Jenseits der Kulissenschieberei: Globale Reichweite auf hohem Niveau auf der Light & Building
- 15. März
- 3 Min. Lesezeit
Trotz den Ausfällen der Flüge aus dem Mittleren Osten und dem Pilotenstreik kamen 144'727 BesucherInnen an die Light & Building in der Messe Frankfurt mit der Schweiz als einem der wichtigsten BesucherInnenländer. Besonders Technologien wie Künstliche Intelligenz, bidirektionales Laden, multifunktionale Interfaces und vernetzte Lichtlösungen prägten zahlreiche Produkte und markierten den nächsten Entwicklungsschritt für Gebäude, Städte und Lichtdesign.

von Urs || 16. März 2026 || Vertretung der Messe Frankfurt für CH/Li | kommende Messen der Messe Frankfurt.
Weltleitmessen wie die Light & Building haben etwas an sich: sie sind ein absolutes Muss für EinkäuferInnen der jeweiligen Industrie.
Das sah man deutlich an den ersten Messetagen am Sonntag, Montag und Dienstag, an denen wir vor Ort waren.
Die Transportsysteme und die Eingäng waren überlastet wie an einem Flughafen.

Steffen Larbig (Bild oben), der Messeleiter der Light & Building sagte: «Die Stimmung der Aussteller ist gut. Der BesucherInnenaufmarsch auch, trotz den bekannten Ausfällen aus dem Mittleren Osten inklusive Israel.»
An den sechs Messetagen kamen insgesamt 144.767 Besucher (2024: 151'000) aus 143 (!) Ländern nach Frankfurt am Main. Die meisten internationalen Gäste reisten aus China, den Niederlanden, Italien, der Schweiz, Frankreich, Österreich, Belgien, Großbritannien, Spanien und Griechenland an.
Die Light + Building 2026 machte deutlich, mit welcher Dynamik sich Innovationen in der Branche derzeit entwickeln. Vom 8. bis 13. März 2026 präsentierten 1.927 Aussteller (im 2024: 2169 Aussteller) aus 49 Ländern in Frankfurt am Main ein breites Spektrum technologisch leistungsfähiger Lösungen – von der Elektrifizierung und Vernetzung von Gebäuden und urbanen Räumen bis hin zu anspruchsvollen Licht- und Designkonzepten für Architektur, Städtebau und Innenräume.
Aber was haben die rückläufigen Aussteller- und BesucherInnenzahlen zu bedeuten? Der Rückgang um rund 7'000 BesucherInnen gegenüber 2024 muss man auf die Situation im Mittleren Osten und den Pilotenstreik in Deutschland zurückführen, der Ausstellerrückgang um rund 200 Aussteller wohl auf die Sparanstrengungen der Aussteller, deren Kosten für Messeauftritte in den Jahren seit Covid teilweise drastisch angestiegen sind.
Das gesagt, finden wir es immer eine seltsame Konsequenz, wenn einzelne Aussteller aus Gründen der Teuerung Messen als Marketinginstrument einfach streichen und damit auf die Chance von weltweit neuen EinkäuferInnenkontakten verzichten. Gerade für die Industriegüterindustrie, Teile des Gebäudeteils der Light & Building, bestätigen Studien regelmässig, dass Messen das weitaus wichtigste Marketinginstrument sind in der Wirtschaft gesetzt sind. Daran ändert auch die Teuerung nichts.
Unabhängig davon bestätigte die Veranstaltung ihre starke Verankerung in Deutschland sowie in Zentral- und Westeuropa und unterstrich erneut ihre Bedeutung als internationaler Branchentreffpunkt für Industrie, Handwerk, Planung und Architektur.

«Die Light + Building 2026 hat mal wieder bewiesen, wie unglaublich innovationsstark und zukunftsorientiert diese Branche ist», sagt Wolfgang Marzin (Bild oben), Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt. «Gleichzeitig zeigt sich, wie wichtig die persönliche Begegnung und der direkte Austausch sind – gerade auch in Zeiten wie diesen.»
Imposant auf der Light & Building waren die Messestände in Halle 4, alle mit Budgets um die Millionen Euro-Grenze. Wer als Aussteller eine Anschauung sucht, was Spitzendesign im Raum ausmacht, der findet hier unglaubliche Inspirationen jenseits von Kunst um der Kunst willen, was wir im Buch «Messen Messbar Machen» als «Kulissenschieberei» bezeichnen.
95 Prozent der BesucherInnen auf der Light & Building zeigten sich insgesamt zufrieden mit ihrem Messebesuch und gaben an, ihre Besuchsziele erreicht zu haben, ebenso viele bewerteten das Ausstellungsangebot positiv. Das gilt auch für den Verfasser dieser Zeilen.
Die nächste Light & Building findet statt vom 5. bis 10. März 2028.
TAKE OUTS

Iris Jeglitz-Moshage, Mitglied der Geschäftsleitung der Messe Frankfurt.









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